Stadtgemeinde Judenburg
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Richtlinien für die Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses für die Errichtung einer Biomasseheizung

§1 Zielsetzung

Die Gewährung der Förderung für die Errichtung einer Biomasseheizung ist ein Mittel zur Erreichung der Ziele des Nachhaltigen Energieaktionsplans „Judenburg 2020":

  •  Steigerung der Energieeffizienz und Versorgungssicherheit mit Energie unter Nutzung erneuerbarer Energiequellen
  •  Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen
  •  Verminderung der Verwendung nicht erneuerbarer natürlicher Ressourcen
  •  Erhöhung der Wertschöpfung in der Region durch Verwendung heimischer Rohstoffe
  •  Förderung der technologischen Entwicklung
  •  Sicherung und Erhöhung der Beschäftigung in der Region

Damit sollen auch schädliche Emissionen in die Umwelt verringert und weitestgehend vermindert werden, wodurch ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung des Energieaktionsplanes der Stadt Judenburg und zum Klimaschutz geleistet wird. Nicht zuletzt soll auch die Wertschöpfung in den steirischen Regionen erhöht, die Technologieentwicklung gefördert und ein Beitrag zur erreicht werden.

 

§2 Förderungswerber

Förderungswerber können sein:

a) Gebäudeeigentümer
b) Wohnungseigentümer
c) Wohnungseigentumswerber
d) Hauptmieter
e) Pächter
f) dinglich Nutzungsberechtigter
g) Betriebe
h) kommunale und gemeinnützige Einrichtungen bzw. Trägerschaften, Vereine
i) Anbieter von Heizungs-Contracting-Modellen

Wohnbauträger bzw. Genossenschaften sowie Bund und Land können nicht als Förderungswerber auftreten.

 

§3 Art und Ausmaß der Förderung

Die Förderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss gewährt.
Die Höhe des Zuschusses beträgt:

 Biomasseheizung

Förderhöhe neu in €

max. Förderung

Gefördert werden:

Scheitholzgebläsekessel oder Pellets-Etagenheizungen

25% der Nettoinvestitionskosten

400,--

Pellets oder mit Hackschnitzel befeuerte Zentralheizungs-anlagen

25% der Nettoinvestitionskosten

600,--

 
Förderbar sind die Biomasse-Heizanlagen jedoch nur dann, wenn sie als Gesamtheizungssystem verwendet werden. Das heißt, dass die Heizanlage mindestens 75% des errechneten Wärmebedarfs abdecken muss!

 

 

§4 Förderungsvoraussetzungen

a) Die bisherige Raumheizung wird auf eine moderne Form der Bioenergieanlagen (Hackschnitzelfeuerungen, Pelletsfeuerungen, Scheitholzgebläsekessel mit Pufferspeicher, Kachelöfen mit Brennereinsätzen als Gesamtheizsystem, Pellets-Einzelöfen oder - Zentralheizungsöfen als Gesamtheizsystem) umgestellt oder im Zuge von Bautätigkeiten werden solche Heizanlagen neu installiert.

b) Die Heizanlage wird in einem Gebäude errichtet, welches sich im Gemeindegebiet der Stadt Judenburg befindet.

c) Das zu versorgende Objekt wurde entsprechend dem Steiermärkischen Baugesetz errichtet oder besteht rechtmäßig.

d) Das zu versorgende Objekt bzw. die zu versorgende Anlage liegt nicht an der Trasse eines bestehenden Fernwärmenetzes, welches mit einem Biomasseheizwerk oder Abwärme betrieben wird. Noch ist innerhalb eines Jahres mit dem Anschluss an ein solches zu rechnen.

e) Die zu fördernde Anlage entspricht in allen Punkten den Bestimmungen der steirischen Feuerungsanlagen-Genehmigungs-Verordnung.

f) Der Förderungswerber verpflichtet sich, 

  •    die errichtende Anlage ordnungs- und bestimmungsgemäß zu betreiben. 
  •    für den Fall der Nichteinhaltung der in dieser Richtlinie normierten Verpflichtungen den gewährten Zuschuss zurückzuzahlen. 
  •    eine allfällige Kontrolle durch die Förderungsstelle zu ermöglichen oder einer von dieser beauftragten Person jederzeit nach Voranmeldung Zugang zur Anlage zu gewähren.

 

§5 Anerkennungsstichtag

Die Investitionskosten können für zu fördernde Vorhaben berücksichtigt werden, wenn die saldierte Endabrechnung zum Zeitpunkt der Antragsstellung nicht älter als 12 Monate ist.

 

§6 Verfahrensbestimmungen

Die Anträge auf Gewährung eines Zuschusses sind mittels aufgelegtem Antragsformular schriftlich bei der Stadtgemeinde Judenburg, Abteilung Bauen – Verkehr – Umwelt einzubringen.
Die Zuerkennung der Förderung erfolgt durch die Stadtgemeinde Judenburg nach Begutachtung der Unterlagen und Beschluss durch den Stadtrat.
Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung eines Zuschusses besteht nicht.

 

§7 Inkrafttreten

Diese Förderungsrichtlinie tritt mit 1.April 2017 in Kraft.

 

So kommen Sie zu Ihrer Förderung

  • Antragformular ausfüllen und beim Umweltreferat oder im Bürgerservicebüro der Stadtgemeinde abgeben.
  • Rechnungskopie beilegen